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	<title>branchenfrei[ ]at &#187; Veranstaltungen/Nachlese</title>
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	<description>Nach[Neben]nutzung von Gebäuden .</description>
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		<title>Start-Up Airport</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 08:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ziemlich genau 1.700 Personen waren zur zweiten Ausgabe der MIPIM Proptech Europe in Paris erschienen. Rund 500 davon kamen als Vertreter von Technologiefirmen und Start Ups. „Spaceflow“, heißt eine dort ausstellende Komplettlösung für den Gebäudebetrieb. Caroline Monast, beim tschechischen Jungunternehmen für strategische Geschäftsentwicklung zuständig, beschreibt die Erfahrungen: „Wir sind seit zwei Jahren am Markt und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ziemlich genau 1.700 Personen waren zur zweiten Ausgabe der MIPIM Proptech Europe in Paris erschienen. Rund 500 davon kamen als Vertreter von Technologiefirmen und Start Ups. „Spaceflow“, heißt eine dort ausstellende Komplettlösung für den Gebäudebetrieb. Caroline Monast, beim tschechischen Jungunternehmen für strategische Geschäftsentwicklung zuständig, beschreibt die Erfahrungen: „Wir sind seit zwei Jahren am Markt und haben uns von `Zero to Hero´ entwickelt.“ Für fünfzehn Immobilienfirmen ist man mittlerweile tätig, die wiederum fünfzig Gebäude bearbeiten. Apps für Nutzer und Dashboards für das betriebliche Management werden geliefert. Was beim Markteintritt geholfen hätte, wäre die sofortige Anwendbarkeit: „Plug and Play erleichtert den Zugang zur Immobilienwirtschaft.“ Wo man selbst nicht weiter kommt, wie bei der smarten Gebäudetechnologie, hat man Partner an Bord.</p>
<p><b>Zählbare Ergebnisse</b></p>
<p>Weiter kommen würde man bei den Kunden nur mit wirklichen und vor allem auch überprüfbaren Verbesserungen. Darunter kann man höhere Auslastungen oder Einsparungen im Betrieb verstehen. Bei „Hxperience“, einem französischen Start Up, will man zum Beispiel per vorausschauender Wartung bis zu 70 Prozent Kosten sparen und mit smartem Gebäudebetrieb 30 Prozent mehr an Auslastung heraus holen. „Man muss an den Schmerzpunkten der Kunden ansetzen“, erklärt der Co-Founder Didier Lamy den Schlüssel, um von den Großen der Branche ernst genommen zu werden. Perfekt müsse eine Lösung am Anfang gar nicht sein. Partner spielen auch hier eine wichtige Rolle, in dem Fall beratend und beim Design. Um das Produkt auszurollen und ein Geschäftsmodell am Markt zu platzieren, brauche es das. Dann könne man sich voll auf die Kunden konzentrieren zu denen in dem Fall die französische Bahn SNCF oder der Chemieriese Merck zählen.</p>
<p><b>Fit für die Zukunft</b></p>
<p>Auch rund 200 gewerbliche oder institutionelle Immobilieninvestoren und Vertreter von Venture Capital (VC) Fonds suchten auf der Pariser Veranstaltung ihre Chancen. Mancher sieht die Jungunternehmer, die teilweise garnicht so jung sind, in einer bedeutenden Rolle als Katalysatoren. „Einfach raus gehen und die besten Partner finden, um mit ihnen das Geschäft zu machen“, lautet die Empfehlung von Roelof Opperman, Vertreter vom Kapitalgeber Fifth Wall. Eine Beraterin aus UK auf den Zweck ihres Besuches angesprochen tat genau dieses: „Ich bin hier um für meine Kunden aus der Immobilienwirtschaft die geeignete Lösungen im Bereich Gebäudeverwaltung auszusuchen“.</p>
<p><b>Partner für den Erfolg</b></p>
<p>Einige Branchenvertreter sehen sich also um und der Orientierungsbedarf ist groß. Charles Boudet, Leiter von JLL Frankreich weiß warum: „Wir müssen uns heute darauf einstellen, in welcher Form unsere Dienstleistung in Zukunft aussieht.“ Beim größten europäischen Softwarehaus SAP schätzt man die Agilität der kleinen Unternehmen. „Wir bilden gezielt Partnerschaften mit Proptechs und designen gemeinsam Lösungen,“ sagt Marco Hofmann, Leiter der Entwicklungsabteilung Real Estate beim Konzern. Offene Prozesse brauchen allerdings auch eine entsprechende Bereitschaft. Pierre de Milly von Schoolab rät darum zu Konsequenz: „Wenn man sich dazu entschließt sollte man nicht die Zeit verschwenden, um mit den Start Ups um ein paar Schreibtische zu feilschen.“</p>
<p>Fotos: MIPIM Proptech Europe / Reed Midem</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3782" alt="48170704926_4e585f5011_k" src="http://branchenfrei.at/wp-content/uploads/2019/11/48170704926_4e585f5011_k.jpg" width="1536" height="2048" /></p>
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		<title>Die Stadt ausbauen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2014 13:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Das mit 10.000,- Euro dotierte Roland Rainer-Stipendium brachte eine Befassung des Wissenschafters Thomas Hahn mit urbaner Nachverdichtung. Der Stipendiat präsentierte zuletzt in den Räumen der Vergabeinstitution, der Bundeskammer für Architekten und Ingenieure, die Ergebnisse seiner Arbeit: „Es geht nicht darum, die Dichte zu maximieren, sondern darum urbane Potenziale in den Zwischenräumen zu erkennen“. Dabei war [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height: 1.6; font-size: 1.3rem;">Das mit 10.000,- Euro dotierte Roland Rainer-Stipendium brachte eine Befassung des Wissenschafters Thomas Hahn mit urbaner Nachverdichtung. Der Stipendiat präsentierte zuletzt in den Räumen der Vergabeinstitution, der Bundeskammer für Architekten und Ingenieure, die Ergebnisse seiner Arbeit: „Es geht nicht darum, die Dichte zu maximieren, sondern darum urbane Potenziale in den Zwischenräumen zu erkennen“. Dabei war der Ausbau der Obergeschosse vor den anwesenden Architekten nicht auf altbekannte Weise sondern weiterführend diskutiert worden auch wenn die legistischen Rahmenbedingungen einen großvolumigeren Ausbau derzeit vielfach ausschließen. Um mehr Ausnutzung in den Obergeschossen dennoch zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, die Belichtung der Sockelzonen nicht als Kriterium heranzuziehen, weswegen das Dach dann höher gebaut werden kann. Als Argument dafür dient die Tatsache, dass dort untergebrachte Geschäftslokale vielfach nicht die Anforderungen hätten, wie die Wohnnutzung, die man in den Obergeschossen errichten könnte. Die Dachgeschosse der Gemeindebauten ließen sich grundsätzlich ebenfalls ausbauen, wobei Hahn darauf hinwies, dass der gemeinnützige Wohnbau hier Ressentiments hätte. Außerdem fällt im Stadtraum auf, dass die mögliche bauliche Ausnutzung aus Gründen der Bauträgerschaft bislang oft nicht ausgeschöpft wurde. Die Folge sind Supermärkte ohne Obergeschoss und Anreize derartiges zu unterbinden müsse man laut Hahn schaffen.</span><span style="line-height: 1.6; font-size: 1.3rem;"> </span></p>
<p><b>Auf dem Dach weiterbauen</b></p>
<p>Große Flachdächer sollten auch für neuen Wohnraum erschlossen werden. Im kleinen Rahmen gibt es dazu schon Beispiele. Derzeit befindet sich die Überbauung des Auhofcenters in Wien Penzing mit 70 Wohnungen in Umsetzung. In Innsbruck ist das Einkaufszentrum West mit einer Schule im Obergeschoss zusammengepackt. In Wien wird auf dem Areal der ehemaligen Gebe-Fabrik auf einem Supermarkt Wohnraum mit Grünflächen geschaffen. Die Stadt Wien in Person des grünen Planungssprechers Christoph Chorherr ist gegenüber jenen Entwicklungen offen: „Solange es um die Dichte der Vielfalt geht und nicht nur um Köpfe pro Fläche, ist das eine gute Sache.“ Der nach Fläche bisher größte urbane Wohnungsbedarf in Wien im Lauf seiner Geschichte würde außergewöhnliche Maßnahmen rechtfertigen.</p>
<p><b>Hofflächen</b></p>
<p>Auf Qualitäten dürfe man nicht vergessen, betonte Raumforscher Erich Raith: „Bei Verdichtung muss es vor allem um die Nutzungsverdichtung gehen.“ Monofunktional genutzte Gebiete würden lange Zeit nur brach liegen, weswegen er Nutzungsverschränkungen empfiehlt. In jenem Sinn kann auch der auf der Veranstaltung gehörten Vorschlag verstanden werden, wonach größere Hofanlagen mit neuen Baukörpern ausgestattet werden könnten. Thomas Hahn präsentierte jene Strategie neben dem Ausbau der Obergeschosse als zweite grundlegende Möglichkeit. Der George Washington-Hof in Wien Meidling mit seinen großzügigen Freiräumen hatte dabei als Fallbeispiel gedient. Ihn bezog man ein und rechnete für den gesamten Bereich der Wiener Triester Straße das Nachverdichtungspotenzial aus und kam alleine für jenen Siedlungstreifen auf nicht weniger als 3.500 Wohnungen für rund 8.000 zusätzliche Einwohner. Dass das nicht ohne die Zustimmung der Bewohner geht, ist den Planern auch klar aber wer die Stadt weiter denkt, denkt auch die Planung weiter und da ist eine aktivere Bürgereinbindung im Kommen. (PM)</p>
<p><em>Christoph Chorherr sagt, wo es lang geht&#8230;</em></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-2673" alt="IMAG0524" src="http://branchenfrei.at/wp-content/uploads/2014/06/IMAG0524-300x200.jpg" width="300" height="200" /></p>
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		<title>Das waren die &#8220;Alt jetzt Neu&#8221;-Architekturtage</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2014 13:38:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 16. und 17. Mai standen Architektur und Baukultur wieder in ganz Österreich und über die Grenzen hinaus im Mittelpunkt. Bei rund 500 Programmpunkten hatten Architektur-Interessierte die Gelegenheit Architekten und Planern über die Schulter zu blicken, Touren zu sonst unzugänglichen Bauten oder Baustellen zu besuchen oder sich bei Vorträgen und Ausstellungen mit relevanten Fragestellungen der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 16. und 17. Mai standen Architektur und Baukultur wieder in ganz Österreich und über die Grenzen hinaus im Mittelpunkt. Bei rund 500 Programmpunkten hatten Architektur-Interessierte die Gelegenheit Architekten und Planern über die Schulter zu blicken, Touren zu sonst unzugänglichen Bauten oder Baustellen zu besuchen oder sich bei Vorträgen und Ausstellungen mit relevanten Fragestellungen der Stadt- und Raumplanung auseinanderzusetzen. Entsprechend dem überregionalen Motto „Alt Jetzt Neu“ waren Bauen im Bestand, Denkmalschutz, Umnutzungen und Leerstand zentrale Punkte der Auseinandersetzung und das fand alles statt:</p>
<p>In <b>Vorarlberg</b> lag der Schwerpunkt im Bregenzerwald mit seinen außergewöhnlichen Umnutzungen alter Wälderhäuser und dem Werkraum. Das neue Kulturzentrum Alte Säge in Bezau bot die Bühne für eine unkonventionelle Auseinandersetzung mit 1000 leerstehenden Häusern im Rahmen einer Theaterperformance von Schülern.</p>
<p>Stadtspaziergänge und Dorfwanderungen geführt von ArchitektInnen und lokalen Experten zu Adaptierungen und Revitalisierungen historischen Bestands sowie zeitgenössischen Implantaten fanden in ganz <strong>Tirol</strong> von Fließ bis Lienz regen Zulauf.</p>
<p>Das Altstadthaus in <b>Salzburg</b> zog mit der Licht-Installation „Rain“ von Christian Steinwender bereits von Weitem die Aufmerksamkeit auf sich.  Auf fünf Geschoßen wurde mit einer Ausstellung zu „Bauen im Bestand“ in Kooperation mit der TU Innsbruck, einer Wohn-Raum-Installation von SchülerInnen, dem Leerstandsmelder und der Intervention „Franziska“ mit Live-Musik und Theaterperformances die Symbiose von Alt und Neu zelebriert.</p>
<p>Sieben individuelle Häusergeschichten vom Bauen und Wohnen, die vorab gesammelt und filmisch dokumentiert wurden, eröffneten die Architekturtage in <b>Oberösterreich</b>. Auf dem Platz vor dem afo installierten Studierende des Instituts für Raum und Design der Linzer Kunstuni eine nass-verspielte Wohnlandschaft. Das Thema Leerstand war im Fokus eines viel besuchten Stadtspaziergangs und Podiumsgesprächs.</p>
<p>Der Besuch des sonst nicht öffentlich zugänglichen Schloss Ernstbrunn in <b>Niederösterreich</b> erfreute sich über große Nachfrage, ebenso wie die Diskussion zu zukunftsfähigem Sanieren „Hilfe, altes Haus“. Einige Programmpunkte mussten leider aufgrund der Wetterlage verschoben werden und finden in den nächsten Tagen statt.</p>
<p>Hotspot in <b>Kärnten</b> war die raumgreifende Installation „Blattwerk“ vor dem Architektur Haus, die bis 12. Juni Bühne interdisziplinärer Veranstaltungen ist. Günther Domenigs Steinhaus ist nicht nur ein eindrucksvolles Beispiel eines jungen Denkmals, sondern wird nun auch weiterhin für Architekturdiskussionen genutzt. Bei einer Tour nach Laibach, einer Architekturschifffahrt am Ossiacher See und einer Radtour konnten BesucherInnen die regionale Baukultur kennenlernen.</p>
<p><em>Installation „Blattwerk“&#8230;</em></p>
<p><img class="alignnone  wp-image-2606" alt="FH Ka¨rnten Fotosafari © Molitschnig_new" src="http://branchenfrei.at/wp-content/uploads/2014/06/FH-Ka¨rnten-Fotosafari-©-Molitschnig_new1-1024x680.jpg" width="480" height="318" /></p>
<p>In der <b>Steiermark</b> wurde der Schwerpunkt Nichtwegwerfarchitektur sowie der Umgang mit architektonischem Bestand und ökologischen Ressourcen in Vorträgen, dem Podiumsgespräch Trash Boom Bang, Rundgängen sowie Offenen Ateliers thematisiert. Die Fassade des HDA diente Architektur-Studierenden der TU Graz als Projektionsfläche für die Darstellung der Transformation des Gebäudes und der Stadt.</p>
<p>Im <b>Burgenland</b> erreichten die Architekturtage einen neuen Besucherrekord: sieben Architekturvisiten, ein Filmabend, Kinder-Workshops und insbesondere die Ausstellung über die Zukunft burgenländischer Streckhäuser zogen zahlreiche Architektur-Interessierte an.</p>
<p>Mit einem Fest in der ehemaligen Postfiliale in der Mondscheingasse feierten die <b>Wiener</b> Architekturtage ihren Auftakt. Durch die Fokusprojekte Campus WU und Hauptbahnhof zogen im 30min-Takt gut besuchte Führungen; besonders gefragt waren auch die Themen- und Grätzeltouren, die sich mit den unterschiedlichen Facetten des Mottos „Alt Jetzt Neu“ beschäftigten. Über 60 Architekturbüros öffneten ihre Türen oder präsentierten auf Baustellen ihre Projekte. (RED)</p>
<p><em>Ausstellung (Lichtinstallation &#8220;Rain&#8221;) zum Bauen im Betsand in Salzburg&#8230;</em></p>
<p><img class="alignnone  wp-image-2600" alt="RAIN - Lichtinstallation von Christian Steinwender_(c) Herman Seidl_new" src="http://branchenfrei.at/wp-content/uploads/2014/06/RAIN-Lichtinstallation-von-Christian-Steinwender_c-Herman-Seidl_new-681x1024.jpg" width="384" height="578" /></p>
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		<title>Das Siedlungswesen im Visier</title>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2014 15:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Stadtplanungsexperte Reinhard Seiß war heuer einer der Gastredner beim Fertighaussymposium, das in Pörtschach am Wörthersee über die „Seebühne“ ging und er nutzte die Gelegenheit um über humanen, menschengerechten und nachhaltigen Wohnbau zu sprechen. In Österreich stellte er eine Tendenz zu „Drive-In-Cities“ nach amerikanischem Vorbild fest: „Der öffentliche Raum hat sich zum Transitraum entwickelt“. Der Stadtplaner [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stadtplanungsexperte Reinhard Seiß war heuer einer der Gastredner beim Fertighaussymposium, das in Pörtschach am Wörthersee über die „Seebühne“ ging und er nutzte die Gelegenheit um über humanen, menschengerechten und nachhaltigen Wohnbau zu sprechen. In Österreich stellte er eine Tendenz zu „Drive-In-Cities“ nach amerikanischem Vorbild fest: „Der öffentliche Raum hat sich zum Transitraum entwickelt“. Der Stadtplaner sieht darin keine nachhaltige Entwicklung oder Siedlungspolitik: „Die Menschen werden in monotonen Wohnbauten gestapelt, während niedrige Einkaufszentren wertvolle &#8211; weil fruchtbare &#8211; Böden verbrauchen“.</p>
<p><b>Erfolgreich Wohnformen</b></p>
<p>Demgegenüber hebt Seiß die autofreie Gartenstadt Puchenau und Siedlungen von Baugruppen als positive Beispiele hervor. Aber auch der altbekannte Wohnpark Alterlaa in Wien steht für den Stadtplaner für einen funktionierenden und nachhaltigen Wohnbau. Weil das soziale Leben hier funktioniere und Infrastruktur am Standort vorhanden sei, wäre die Fluktuation niedrig und das wäre ein Indikator für die Wohnzufriedenheit. Damit stelle sich das Gebäude für den Eigentümer aber auch als langfristige wirtschaftliche Erfolgsgeschichte dar. Dem Einfamilienhausbau, wie er in Österreich gehandhabt würde, sprach der Raumplanungsexperte die soziale, ökonomische aber auch ökologische Nachhaltigkeit weitgehend ab. Schwer nutzbare „Scheidungshäuser“, hohe Infrastrukturkosten und die KFZ-Lastigkeit dienten dabei als Argumente.</p>
<p><b>Nachverdichten</b></p>
<p>Die anwesenden Vertreter der Fertighausindustrie waren indirekt angesprochen und sie bestanden auf das frei stehende Einfamilienhaus als gleichberechtigte Wohnform. Einzelne Ansätze für ein Umdenken waren allerdings auch hier geäußert worden. Monika Döll, vom Baustoffriesen Saint Gobain Isover stellte die Frage in den Raum: „Kann man leer gewordene Einfamilienhäuser eventuell umfunktionieren?“ Werner Nepple, Geschäftsführer der Cocoon Systemleichtbau aus Basel gab Impulse aus Schweizer Sicht, die auch in Richtung Weiterbauen gingen: „Eine Nachverdichtung ist bei uns schon aus Bodenknappheit beziehungsweise wegen der Grundstückspreise unumgänglich.“ Dass derlei in Österreichs Siedlungslandschaft schwer möglich sei, ließ Erich Benischek, Geschäftsführer vom Fertighauszentrum Blaue Lagune und durchblicken: „Die Bewohner sind stark an ihr Eigentum gebunden.“ Im Alter würde man aus dem eigenen Haus auch nicht ausziehen wollen. Modelle für Altenwohnen daheim wären dagegen ein Thema, dem sich auch die Fertighausindustrie stellen sollte: „Für Personalwohneinheiten im Alter können räumliche Vorkehrungen getroffen werden.“</p>
<p><b>Das Fertighaus zum Weiterbauen</b></p>
<p>Peter Litschauer, Verkaufsleiter beim Waldviertler Großproduzenten von Fertighäusern Hartl Haus war einer der Teilnehmer, der direkt angesprochen war. Er erklärte branchenfrei.at gegenüber von Ansätzen, dass mit dem Thema Generationenwohnen noch zurückhaltend umgegangen werde: „Grundsätzlich ist dem Kunden für das Thema der Zeithorizont zu weit.“ Versuche spezielle erweiterbare Haustypen zu etablieren, wäre daran gescheitert. Jedoch berichtet er im Einzelnen sehr wohl von flexiblen Sonderlösungen. Demnach hätte man einem Kunden zugesagt, ein Haus später abzutragen und woanders neu zu errichten. Derartiges und auch diverse Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen seien für die eigenen Produkte durchaus möglich und im Kleinen auch üblich. Das Vorsetzen von Wintergärten oder der Ausbau eines Dachgeschosses sei bei qualitativ hochwertig gefertigten Bauten nachträglich grundsätzlich immer möglich. (PM)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div align="left"><em>Foto (M.Possert): Die Vertreter der drei Sponsoren des 34. Fertighaus-Symposions mit dem zweiten Kärntner Landtagspräsidenten Rudolf Schober (v.l.n.r):  KR Franz Hartmann, Vertriebsdirektor von Saint-Gobain Isover Austria, Rudolf Schober, Erich Benischek, Geschäftsführer der Blauen Lagune und KR Otto Ordelt, Geschäftsführer der Knauf GmbH.</em></div>
<div><span style="font-family: Calibri;"> </span></div>
<div><img class="alignnone  wp-image-2565" alt="FHSY14-kl" src="http://branchenfrei.at/wp-content/uploads/2014/05/FHSY14-kl-1024x682.jpg" width="480" height="319" /></div>
<div></div>
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		<title>Paradoxe Raumplanung</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2014 15:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Raumparadoxon war es das dem langjährig als Planer tätigen Michael Maxian bei der Veranstaltung im Erste Center am Petersplatz in Wien sozusagen aufgestoßen ist. So geschehen am Abend einer Podiumsdiskussion zum Thema Raumplanung und welchen Beitrag diese zur Nachhaltigen Siedlungsentwicklung leistet: „Jeder will der Letzte gewesen sein, der sich an einem attraktiven Ort ansiedelt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Raumparadoxon war es das dem langjährig als Planer tätigen Michael Maxian bei der Veranstaltung im Erste Center am Petersplatz in Wien sozusagen aufgestoßen ist. So geschehen am Abend einer Podiumsdiskussion zum Thema Raumplanung und welchen Beitrag diese zur Nachhaltigen Siedlungsentwicklung leistet: „Jeder will der Letzte gewesen sein, der sich an einem attraktiven Ort ansiedelt und wenn man selber total flexibel alles ausnützen will, sollte bei den anderen möglichst mit voller Härte alles verboten werden.“ Die Folgen seien eine irreversible totale &#8220;Zersiedelung&#8221; und und das Abhandenkommen von attraktiven Siedlungen durch zu viele Streusiedlungen. Die Wiederentdeckung des Zentrums und eine ausgewogene Siedlungsstruktur ohne große Schwankungen bei den Bauvolumina seien zwei Planungsgrundsätze die man darum beherzigen müsste. Einen kompakten Siedlungskörper in konsequenter Manier zu halten und fussläufige Verbindungen zu ermöglichen würden als Grundlage für funktionierendes Gefüge auch schon genügen. Beklagt wurde auch, dass private Interessen oftmals über den öffentlichen Interessen die Oberhand behalten, weil diese zu wenig greifbar sind.</p>
<p><b>Gemeinschaft statt Öffentlichkeit</b></p>
<p>Einen Königsweg scheinen die Planer von <i>nonconform architekten</i> mit ihrer Ideenwerkstätten, die in Planungsgebieten vor Ort abgehalten werden gefunden zu haben. „Wir stellen dabei das Gemeinschaftsinteresse ins Zentrum“, bemerkte Caren Ohrhallinger im Erste Center und sie erklärte auch warum: „Die Menschen die da wohnen sind die eigentlichen Experten.“ Darum würde man Abstand nehmen von Beteiligungsverfahren, die instrumentalisieren und setzt statt dessen auf den Ideenpool innerhalb der Bevölkerung. In einem Planungsfall im vorarlbergischen Zwischenwasser hätte man so auch Methoden entdeckt, wie man das Siedlungswesen nachhaltiger gestaltet. Ein Mangel an günstigem Bauland trotz vielfach ausgewiesener Baulandflächen war das paradetypische, vorgefundene Phänomen und Leerstandsvermittlung und Pachtmodelle per Gemeindezukunftsfonds hätten geholfen. Es war nicht der einzige Seitenhieb auf das mit Krediten unterfütterte Hausbauthema und der Hausbaukredite verleihende Gastgeber wird sich so das seine dazu gedacht haben. (PM)</p>
<p><em>&#8220;Eine ausgewogene Siedlungsstruktur und die Wiederentdeckung des Zentrums&#8221;, schlägt Michael Maxian als Antwort zu Kreisverkehrsansiedelungspolitik. In Niederösterreich gäbe es bereits mehr Verkehrsfläche als Baulandfläche.</em></p>
<p><img class="alignnone  wp-image-2499" alt="Nachhaltigkeit ohne Raumplanung?" src="http://branchenfrei.at/wp-content/uploads/2014/05/Bundeskammer-d.-Architekten-u.-Ing.Kons_.APA-FotoserviceHautzinger_new-1024x700.jpg" width="432" height="295" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>&#8220;Mit 33% an nicht bebautem Bauland könnte die Bevölkerung noch 45% wachsen&#8221;, erzählt Caren Ohrhallinger den prototypischen Fall Zwischenwasser und auch warum es Alternativen zur Baulandausweisung braucht.</em></p>
<p><img class="alignnone  wp-image-2498" alt="Nachhaltigkeit ohne Raumplanung?" src="http://branchenfrei.at/wp-content/uploads/2014/05/Bundeskammer-d.-Architekten-u.-Ing.Kons_.APA-FotoserviceHautzinger008_20140507_a_new-1024x700.jpg" width="480" height="328" /></p>
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		<title>Knapp Vorbeidiskutiert ist auch daneben</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2014 17:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Da war wieder einmal eine Nachhaltigkeits-Veranstaltung für den Bausektor gewesen, die in einem Ziegelgebäude stattfand und die auch von der Ziegelindustrie gesponsert war. Nachdem die netten Beispiele durch waren, die man sich gerne gefallen ließ, kam es zu der unvermeidlichen Diskussion zum angesagten Thema, bei der einem wieder einmal die sprichwörtlichen Füße einzuschlafen drohten. Der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da war wieder einmal eine Nachhaltigkeits-Veranstaltung für den Bausektor gewesen, die in einem Ziegelgebäude stattfand und die auch von der Ziegelindustrie gesponsert war. Nachdem die netten Beispiele durch waren, die man sich gerne gefallen ließ, kam es zu der unvermeidlichen Diskussion zum angesagten Thema, bei der einem wieder einmal die sprichwörtlichen Füße einzuschlafen drohten. Der in englischer Sprache geführte Diskurs gewann immer genauso viel an Fahrt, wie ihn die vorgefertigten Meinungen der &#8220;allgemein anerkannten Podiumsgäste&#8221; brachten.</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit als kleinster gemeinsamer Nenner</strong></p>
<p>Weder war es aber am Moderator gelegen, noch am fremden Idiom, dass die Inhalte nicht zündeten. Der ins Spiel gebrachte Low-Tech-Ansatz aber auch das Gegenteil, der Smart-Building-Ansatz, konnten Podium und Publikum nicht so recht in Fahrt bringen. Die smarten Gebäude stellte der am Podium anwesende englische Architekt in der &#8220;ach-so-smarten&#8221; City Wien aber in Frage. Lob hatte er für den historisch anmutenden Veranstaltungssaal über, der althergebracht wie er ist, ohne großartige Gebäudetechnik auskommt. Ein deutscher Nachhaltigkeits-Bewertungsspezialist andererseits wäre nicht Spezialist, hätte er nicht gewusst, woran es insgesamt krankt. Der Umweg, den die Immobilienwirtschaft über die Werthaltigkeit gehen müsse, sei das Übel. Nicht als nachhaltig anerkannte Gebäude würden an Wert verlieren, während die Gebäude mit dem grünen Siegel als werthaltig angesehen werden &#8211; so die Beobachtung.</p>
<p><strong>Immobilienwirtschaft bewirtschaftet Immobilien</strong></p>
<p>Am Panel nicht teilgenommen hatten leider die Entscheidungsgewaltigen der Immobilienwirtschaft. Sie waren auch im Publikum nicht gesichtet worden und hatten vermutlich dringendere Termine. Bei solchen Terminen von Immobilienspezialisten werden Entscheidungen mit langfristigen Folgen getroffen. Wer damit auch nur am Rande zu tun hat, der weiß, dass dabei aber langfristig nur <i>eine</i> Denkart vorkommt, nämlich jene der Erträge (Revenues). Der angesprochene Wirtschaftszweig hat sich nun einmal die lohnende Errichtung und Vermarktung der Gebäude zur Aufgabe gemacht, denn so funktioniert sie schließlich die Kreislaufwirtschaft. Manch analytisch denkender Mensch möchte angesichts dessen die Lebenszykluskosten (Kosten des Gebäudebetriebs im Zyklus) auf Punkt und Beistrich ausrechnen und mit in die Kalkulation mit hinein nehmen. So lange die Verkaufstransaktionen mit Renditeabsichten einen schnelleren Kreislauf diktieren, wird sich da aber nichts Grundlegendes ändern. Umso schneller Immobilien mit Gewinn „gedreht“ werden, desto unbedeutender ist nämlich was danach mit Gebäuden geschieht („Economy stupid“).<span class="Apple-style-span"><br />
</span></p>
<p><strong>Gebäude mit Widerstandskraft</strong></p>
<p>Eine Studentin, die mit ihrer Diplomarbeit zum Thema des Abends einen Preis gewonnen hatte, gab dann so nebenbei ein neues interessantes Stichwort zum Weiterdenken und das hieß nicht <em>Sustainability</em> sondern <em>Durability</em> (Dauerhaftigkeit) und sie gab noch eines gleich drauf, das <em>Adaptability</em> (Anpassungsfähigkeit) hieß. Vielleicht müsste man der Vollständigkeit halber noch ein drittes, nämlich <em>Resilience</em>, hinzufügen. Darunter versteht man die Widerstandsfähigkeit eines Gebäudes gegenüber den sich wandelnden Ansprüchen. Das Veranstaltungsgebäude des Abends, die alte TU-Wien, dürfte einiges von all dem auf sich vereinen. Der mit Marmor getäfelte Saal produzierte zwar mächtig Widerhall und der Luster der mächtig von der Decke hängt, ließ sich kaum schalten, aber letztlich sind solche Gebäude in einer sich ständig wandelnden Welt noch so etwas wie verlässliche Konstanten an denen technischer Fortschritt sich nur in ganz, ganz langen Zyklen niederschlägt.</p>
<p><em>Kommentar &#8211; Peter Matzanetz</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sanierung und die Motivationsfrage</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 20:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Sanierung und Verdichtung sollte zusammengehören, meinten die Veranstalter des Kongresses für zukünftiges Bauen, der vom Institut für Bauen und Ökologie (IBO) veranstaltet wurde. Wenig Verdichtung, so wurde ebenda berichtet, findet sich in Serbiens Wohnquartieren: „Wir haben traditionellerweise einen Einfamilienhausanteil von siebzig Prozent“, berichtete Vladimir Jovanovic. Eine von ihm gemachte Studie belegt, dass niedrige Energiepreise die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;">Sanierung und Verdichtung sollte zusammengehören, meinten die Veranstalter des Kongresses für zukünftiges Bauen, der vom Institut für Bauen und Ökologie (IBO) veranstaltet wurde. Wenig Verdichtung, so wurde ebenda berichtet, findet sich in Serbiens Wohnquartieren: „Wir haben traditionellerweise einen Einfamilienhausanteil von siebzig Prozent“, berichtete Vladimir Jovanovic. Eine von ihm gemachte Studie belegt, dass niedrige Energiepreise die Ursache für einen nicht nachhaltigen Umgang mit Energie sind und sich dadurch Sanierungen auch nicht amortisieren.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Sanierungsimpuls über die Stadtplanung</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Verdichtung zahlt sich aus, sagt man hingegen in Barcelona, wo in einem großen ehemaligen Industrieviertel eine nachhaltigere Stadtstruktur angeregt werden konnte. Angefangen hatte der Strukturwandel, der bis heute im Gebiet Poblenou anhält mit dem Bau des olympischen Dorfes in den späten 1980er-Jahren. „Wir verfolgen konkret den Plan, mehr Ausnutzung und auch neue Nutzungen im Gebiet zu haben“, erläutert Arantxa García von der Stadtverwaltung den eingeschlagenen Weg. Die traditionellen, geometrischen Baublocks wurden dabei in fast hundertfünfzig Fällen in Kooperation mit den Grundeigentümern neu gestaltet. Worauf man besonders stolz ist, ist das hohe Ausmaß der privatwirtschaftlichen Beteiligung, die man mit der Bereitstellung von Infrastruktur und einer höheren Ausnutzung der Bauflächen erzielen konnte. Im Gegenzug werden jeweils dreissig Prozent der Flächen für Sozialwohnbau, Grünräume oder für soziale Einrichtungen zur Verfügung gestellt.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Der österreichischen Weg</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Den Weg, den man hierzulande beim Bestand gerne geht, zeigte das Beispiel einer Siedlung im Salzburger Stadtteil Lehen mit 600 Mietwohnungen auf. In der Strubergasse wurde eine Fünfzigerjahre-Blockbebauung saniert aber teilweise auch abgerissen und neu errichtet. Beim Bauherren, der Baugenossenschaft gswb, ist man stolz auf das jährliche Sanierungsvolumen von 24 Millionen Euro. Was die Art zu Sanieren angeht, erläutert Unternehmenssprecher, Alexander Tempelmayr: „Wir sanieren immer mit den Bewohnern im Haus.“ Das ginge aber nur, wenn sich der Aufwand mehr oder weniger auf die Gebäudehülle und die Haustechnik beschränken würde. Sowieso sei das Ausmaß einer Renovierung eine Abwägungssache, meint die Consulterin in Bau- und Sanierungsfragen Rosalinde Kleemaier-Wetl: „Ausgegangen wird grundsätzlich von der Nutzungsdauer und einkalkulierbaren Förderungen aber auch mit den Einsparungen bei den Energiekosten.“</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><b>Wer zahlt und wer aufkommt</b></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Zumindest bei privaten Vermietern sei da der Konnex aber nicht so gegeben. Weil die für Energiekosten selber ja nicht aufkommen, sei das Interesse der Eigentümer nachhaltig zu sanieren beschränkt. Allerdings, so meint die Beraterin, gäbe es doch Rückkoppelungseffekte: „Zunehmend achten Mieter auf die Gesamtkosten und dann wird auch der Energieverbrauch mehr und mehr ein Thema.“ Indirekt werde das dann auch wieder zum Thema für den Vermieter, weil es nämlich wieder eine Rolle spielt, ob das Gebäude insgesamt an Wert verliert oder ob es vielleicht mit hohen Energieverbräuchen schlechter vermietbar ist. Der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft ist das nicht direkt genug, denn für sie sei die Refinanzierung der Sanierungsmaßnahmen ausschlaggebend und die wäre schwer möglich. „Ich kenne im Mietrechtsgesetz keinen Zuschlag für gesunde Immobilien,“ formuliert da der Verbandspräsident der Vereinigung, Philipp Kaufmann in Anspielung auf die regulierte Preisbildung bei Altbauten. Lieber bei der Nachverdichtung anzusetzen und diese sogar zu verordnen ist ein Weg, den man in der Schweiz geht. Laut einer doch recht nachvollziehbaren Untersuchung der Metron Raumentwicklung AG liegen nämlich die Verdichtungs- und damit auch die Energiesparpotenziale nämlich weniger bei den dichten Kernstädten brach, sondern finden sich diese mehr bei den suburbanen Siedlungsräumen. (PM)</span></p>
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		<title>Stadtumbau beforscht</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Dec 2013 22:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wiener Wohnbauforschungstage fanden diesmal im Kuppelsaal der TU-Wien zum Thema Stadtwachstum statt und hatten stark auch die Wachstumspotentiale der gründerzeitlichen Stadtquartiere und älteren Siedlungsbauten zum Thema. Der Vorsitzende des Wiener Gemeindeausschusses für Wohnen, Kurt Stürzenbecher, plädierte als Veranstaltervertreter für „Sanfte Stadterneuerung“. Mit dem Schlagwort gemeint ist die Sicherung des Wohnraumes unabhängig von den sozialen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height: 1.6; font-size: 1.3rem;">Die Wiener Wohnbauforschungstage fanden diesmal im Kuppelsaal der TU-Wien zum Thema Stadtwachstum statt und hatten stark auch die Wachstumspotentiale der gründerzeitlichen Stadtquartiere und älteren Siedlungsbauten zum Thema. Der Vorsitzende des Wiener Gemeindeausschusses für Wohnen, Kurt Stürzenbecher, plädierte als Veranstaltervertreter für „Sanfte Stadterneuerung“. Mit dem Schlagwort gemeint ist die Sicherung des Wohnraumes unabhängig von den sozialen Verhältnissen, womit der Verdrängung durch zahlungskräftige Klientels von ihm eine Absage erteilt worden ist. </span></p>
<p><b>Internationales und die Wiener Gründerzeitstadt</b></p>
<p><span style="line-height: 1.6; font-size: 1.3rem;">Für den Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand gab es einen Gastvortrag der Züricher Wissenschafterin Margrit Hubentobler. Bei den in Zürich durchgeführten Ersatzwohnbauten waren bis zu siebzig Prozent mehr an Nettowohnfläche an den alten Bauplätzen erzielt worden, allerdings mit nur etwa fünfzehn hochgerechneten Prozent mehr an Wohnungseinheiten. Geschuldet war das offensichtlich den hohen Flächenansprüchen bei den Neubauten. Für Wien hatte ein auf der Veranstaltung getaner Blick auf den zurückliegenden Zehnjahresabschnitt ergeben, dass das Einwohnerwachstum immerhin zu großen Teilen von der so genannten Gründerzeitstadt absorbiert worden war. Zu diesem Ergebnis kam ein Studienteam bestehend aus HuB Architekten und dem Büro Superblock als Auftragnehmer der Wiener Gebietsbetreuung GB*7/8/16. Anhand eines innerstädtischen Untersuchungsgebietes waren außerdem die Möglichkeiten zur Nachverdichtung ausgelotet worden.</span></p>
<p><b>Soziale Dynamik erkennen</b></p>
<p><span style="font-size: 1.3rem;">Für ein Projektgebiet waren </span><span style="line-height: 1.6; font-size: 1.3rem;">Baumassereserven konkret ausgeforscht worden und gleichzeitig wurden Wege zu deren Mobilisierung wie folgt ausformuliert. Zu kleine Bauparzellen müssten aus technischen Gründen von der Stellplatzpflicht verschont werden, um an Attraktivität zu gewinnen. Baulich stark unterklassig bebaute Objekte sollten mit Fördermaßnahmen ebenso angegangen werden wie die Wiederbelebung verödeter Innenhöfe im Altbestand. Was die soziale Dynamik betrifft, gab es zwei konkrete Vorschläge. „Um Verdrängungsmechanismen vorzubeugen, schlagen wir vor, für kleinteilige Wohnobjekte mit bescheideneren Bauausführungen das Schlagwort „Basiswohnqualität“ einzuführen,“ macht sich Florian Brand, der ein Kopf des Forscherteam war, für soziale Durchmischung und für leistbare Renovierungen stark. Außerdem war es von seiner Gruppe als eine denkbare Vorgehensweise erachtet worden, Baugenehmigungen für die Dachgeschosse mit Sozialwohnungseinheiten weiter unten im Haus zu koppeln.</span></p>
<p><b>Moderates &#8220;Weiterbauen&#8221; von Siedlungen</b></p>
<p>Was die Bauten und Siedlungen aus den 50iger bis 70iger Jahren angeht, gab Stadtforscher Manfred Schenekl zu bedenken, dass hohe Grundstückspreise alleine noch kein Argument seien, hier zeitversetzt weiterzubauen. „Ökonomischer Druck ist noch kein städtebauliches Ziel“, formulierte er und wünschte, dass besser auch Qualitätsanpassungen daran gekoppelt wären. Architekt Christoph Lammerhuber argumentierte anhand eines konkreten Beispiels, dass aus seiner Sicht trotz Freiraumreserven und Unternutzung der selben, nur eine moderate Verdichtung der Wohnbebauung bei den angesprochenen Siedlungen sinnvoll möglich wäre. Gründe für Zurückhaltung lägen triftig mit der vorgefundenen, hohen vertikalen Ausnutzung und der rigiden horizontalen Gliederung vor. Der Zubau müsse für die vorhandene Siedlung praktisch auch eine Aufwertung darstellen und die eingebundene Landschaftsarchitektin Isolde Rajek berichtete, wie dies am genannten Fall erfolgt ist: „Mit dem abgehobenen Sockelgeschoss ist die vorhandene Erdgeschosszone grundsätzlich eher unbelebt und bei dem neu geplanten, ergänzenden Bau finden sich daher Durchgangs- und Aufenthaltsflächen, die dem Freiraum auf die Sprünge helfen sollen.“</p>
<p><strong>Derzeitige Grenzen</strong></p>
<p>Ihre Branchenkollegin Gisa Ruland hakte gegen Ende des Veranstaltungstages zum Thema Freiraumplanung nach und apellierte, diesem Teilplanungsaspekt generell einen höheren Stellenwert beizumessen. Minimallösungen im Bereich Fahrradverkehr und den Stellplatzvarianten zu vermeiden, war wiederum Michael Szeiler vom Büro Rosinak &amp; Partner ZT ein Anliegen. Mit dem Beispiel der innerstädtischen Fahrradgaragen, die sich trotz hohem Bedarf, hoher Mietvorstellungen wegen, nicht umsetzen ließen, warf der Verkehrsplaner zum Schluss noch einen doch recht ernüchternden Seitenblick auf die Grenzen beim Verändern des alten Wiener Stadtgefüges. (PM)</p>
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		<title>&#8230;am Real Estate Circle</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Nov 2013 12:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Nachnutzung verschiedenster Wiener Bahnareale und Bürogebäude beschäftigte im Herbst die Immobilienwirtschaft beim Real Estate Circle im Park Hotel Schönbrunn. Angesichts eines weiteren Wachstumsszenarios für Wien für die kommenden Jahre, waren Wohnbauten am Westbahnhof, Nordwestbahnhof und natürlich die aktuellen Ausbaugebiete am Nordbahnhof und Zentralbahnhof diskutiert worden. „Zwei Millionen Quadratmeter neue Bruttogeschossfläche sind in der Projektpipeline“, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachnutzung verschiedenster Wiener Bahnareale und Bürogebäude beschäftigte im Herbst die Immobilienwirtschaft beim Real Estate Circle im Park Hotel Schönbrunn. Angesichts eines weiteren Wachstumsszenarios für Wien für die kommenden Jahre, waren Wohnbauten am Westbahnhof, Nordwestbahnhof und natürlich die aktuellen Ausbaugebiete am Nordbahnhof und Zentralbahnhof diskutiert worden. „Zwei Millionen Quadratmeter neue Bruttogeschossfläche sind in der Projektpipeline“, summierte Herbert Logar, Chef des ÖBB-Immobilienmanagements auf. Wohnbauten Sonderzahl sind für die Bahnareale geplant, das viel davon für relativ preisgünstige Segmente. Eine Nutzungsdurchmischung soll kleinräumig entstehen. Die stellvertretende Leiterin der Wiener Magistratsabteilung für Stadtentwicklung gab an, die neuen Erdgeschosszonen beleben zu wollen und erläuterte auf Nachfrage zum Bestand: „Man muss hier das Thema der Barrierefreiheit zu nutze machen und neue Nutzungen damit ansprechen.“</p>
<p><b>Hackable Buildings</b></p>
<p>Über die &#8220;berühmten&#8221; Erdgeschosslokale hinaus wurde auch an die Gebäude, aus der Nachkriegsmoderne übrig geblieben sind, in Sachen Neunutzung gedacht. Alexander Redlein, der an der TU-Wien praxisnah forscht, brachte den zugehörigen Zeitgeist ins Spiel: „Man spricht von <i>Hackable Buildings</i>, in denen die Nutzungen durchmischt sind.“ Die so genannte aus Los Angeles stammende Erkenntnis im Städtebau baut im Kern auf <i>Recycling</i> für Gebäude, durch neue Architektur. Stefan Wernhart vom Makler und Marktexperten EHL Immobilien GmbH getraute sich, das Potenzial für die Umnutzung von Bürogebäuden die dafür in Wien in Frage kommen würden, auch zu schätzen: „Fünf bis sechs Prozent der Büroflächen eignen sich da für den Umbau in Wohngebäude“. Ausschlaggebend sei, dass keine isolierte Lage ohne Infrastruktur oder eine in einem Büroviertel der Fall sei.</p>
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		<title>Gesundheit, die vom Haus ausgeht</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Nov 2013 22:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Alte Häuser galten früher einfach als ungesund“, erzählt Architekturtheoretiker Matthias Boeckl am zweiten Sanierungstag im Architekturzentrum Wien (AzW). Demnach hätte Sanierung stark mit Wiederherstellung von Gesundheit zu tun. Mit Ausnahme von repräsentativen Bauten hätte es darum früher auch kein Verständnis zur aktiven Erhaltung von Baukultur gegeben. Entscheidendes Kriterium wäre in vorindustriellen Zeiten eben die bessere [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Alte Häuser galten früher einfach als ungesund“, erzählt Architekturtheoretiker Matthias Boeckl am zweiten Sanierungstag im Architekturzentrum Wien (AzW). Demnach hätte Sanierung stark mit Wiederherstellung von Gesundheit zu tun. Mit Ausnahme von repräsentativen Bauten hätte es darum früher auch kein Verständnis zur aktiven Erhaltung von Baukultur gegeben. Entscheidendes Kriterium wäre in vorindustriellen Zeiten eben die bessere Brauchbarkeit gewesen. Um die Brauchbarkeit nach heutigen Maßstäben zu beurteilen, zieht wiederum Johannes Wahlmüller von der Grünbewegung „Global 2000“ das Klimaschutzziel heran: „Da eine umfassende Sanierung nur alle dreißig Jahre stattfindet, werden hier auf lange Sicht immer wieder Potenziale liegen gelassen“. Architekt Georg Reinberg zeigt anhand eines Umbaues zum Passivwohnhaus in Kierling wie er jene geforderte Nachhaltigkeit mit ökonomischen Sachzwängen in Einklang bringt: „Unter Nachhaltigkeit ist für mich auch die erhöhte bauliche Ausnutzung zu verstehen“.</p>
<p><b>Energiesparmaß aller Dinge</b></p>
<p>Beim aktuell in Sanierung befindlichen TU-Gebäude am Getreidemarkt ist wiederum maximales Energiesparen die oberste Prämisse. Vorgestellt wird dessen Rundumerneuerung mit energetischen Einsparungen zum Bestand um annähernd neunzig Prozent mit dem Ziel eines <em>Plus Energie Hauses</em>. „Wir nutzen die hohen Räume und die zahlreichen Luftschächte, die uns die Vornutzung hinterlassen hat“, erläutert Architekt Gerhard Kratochwil die Ansätze, mit denen man sich Möglichkeiten des Luftaustausches zu Nutze macht. Schließlich würde es bei der thermischen Abdichtung mit 35 Zentimetern Wärmedämmung auch einen entsprechenden Wärmelastenausgleich brauchen. Der neue Estrich hilft dank Bauteilaktivierung mit und heizt und kühlt antizyklisch. Serverabwärmenutzung und 3-fach-Isolierverglasung sollen, Minusgrade zum Trotz, das kostengünstige Überwintern ermöglichen. Ob es die optimierte Solarpaneel-Ausrichtung, die neueste LED-Beleuchtungstechnologie oder die energiesparende Telefonanlage ist, ordnet sich hier Maßnahme um Maßnahme einer Art Energiespardikat unter. Mit der sensorgesteuerten Lüftungsaktivierung, wurde es dem Vernehmen nach dem Lehrpersonal der TU dann laut Bericht doch etwas bange, vor zu viel Fremdbestimmung. Jenes Beispiel zeigt dann aber auch, dass sich Gebäude, die fürs Klima allemal gesund sind, sich beim Menschen vielleicht trotzdem auf´s Gemüt schlagen. (PM)</p>
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