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	<title>branchenfrei[ ]at &#187; Kommentar</title>
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	<description>Nach[Neben]nutzung von Gebäuden .</description>
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		<title>Resümee zu Perspektive Leerstand</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2014 15:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

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		<description><![CDATA[ - Kommentar - Der dritte und letzten Teil der Studie Perspektive Leerstand ist da und er sorgt dafür, dass die Diskussion rund um das Thema Leerstand in Wien nicht einschläft. In Auftrag gegeben worden ist diese Perspektive-Leerstand-Trilogie von der Wiener Stadtentwicklung und erstellt wurde sie auf der TU-Wien unter der Führung von Chefsoziologe Jens Dangschat [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em> - Kommentar -</em></p>
<p>Der dritte und letzten Teil der Studie <i>Perspektive Leerstand</i> ist da und er sorgt dafür, dass die Diskussion rund um das Thema Leerstand in Wien nicht einschläft. In Auftrag gegeben worden ist diese Perspektive-Leerstand-Trilogie von der Wiener Stadtentwicklung und erstellt wurde sie auf der TU-Wien unter der Führung von Chefsoziologe Jens Dangschat von Wencke Hertzsch und Mara Verlic, die dem Thema verhaftet sind. Mit der Vorwortspende von Stadträtin Maria(hilferstraßen) Vassilakou wird deutlich, dass hier eine Kartoffel angegriffen werden könnte die heiß ist: „Die Notwendigkeit eines strategischen Umgangs mit Leerstand ist ein internationales Phänomen.“</p>
<p>Wie jenem beizukommen wäre, sehen sich die Studienautoren daher auf internationalem Niveau an. Da ist eine Werft in Amsterdam, die für Kreativnutzer bereit gestellt wird, dort etwa in Basel oder Kopenhagen eine Bottom-Up-Inititative für Zwischennutzung. Eine Zwischennutzungsagentur gäbe es auch in Berlin, nach dem Stadtteil Neukölln benannt. So eine Einrichtung ist ja schon länger als <i>die</i> Patentlösung für Wien im Raum stehend. Mit Leerstandsmelder und Leerstandsagentur gibt es Erfahrungen in Hamburg und Bremen. Kooperatives Planen und vertragsrechtliche Alternativen wurden als weitere Methoden im internationalen Kontext zum Beispiel in Zürich gefunden. Umfassende Zahlenerhebung und Meldepflicht in Sachen Leerstand werden als Basis für politisch verantwortungsvolles Handeln im internationalen Kontext im Rahmen der Studie geortet. Alles deutet darauf hin, dass „der Leerstand“ nichts als ein privater Raum ist, der nicht öffentlich werden will.</p>
<p>Den Schluss den die Studienautoren nahe legen, ist ein Bedarfsorientiertes Leerstandsmanagement in Gang zu setzen und zwar basierend auf gesicherte Datengrundlagen die einen Diskurs führen helfen. Übersetzt in die Allgemeinsprache kann das nur heissen, dass nicht allein die Verfüger der Immobilien bestimmen, ob und zu welchen Konditionen ihre Immobilien leer stehen oder eben nicht mehr leer stehen. Damit ist in der pipolaren politischen Ordnung Wiens und Österreichs einmal mehr eine Forderung gestellt worden, die mit Gegendarstellungen aus dem politisch gegenüberliegenden Lager beantwortet werden wird (wobei auch Schweigen eine Antwort ist).</p>
<p>„Vermittlungs- und Beratungsangebote für Raumsuchende und potenziell Raumgebende wären notwendig“, zieht Vassilakou ihre Schlüsse aus dem Bericht und sie scheint ihn genau gelesen zu haben, denn solcherart stellt sie fest, wären positive Effekte der Leerstandsmobilisierung zu erzielen. Richtig und darüber hinaus sei an dieser Stelle ganz unpolitisch und konstruktiv allen, die alles studieren und diskutieren jene Initiative zur Unterstützung ans Herz gelegt und zwar eine die gleich mal los legt:</p>
<p><a href="http://branchenfrei.at/?p=1556">Resthausbörse</a></p>
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		<title>Knapp Vorbeidiskutiert ist auch daneben</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2014 17:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Matzanetz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen/Nachlese]]></category>

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		<description><![CDATA[Da war wieder einmal eine Nachhaltigkeits-Veranstaltung für den Bausektor gewesen, die in einem Ziegelgebäude stattfand und die auch von der Ziegelindustrie gesponsert war. Nachdem die netten Beispiele durch waren, die man sich gerne gefallen ließ, kam es zu der unvermeidlichen Diskussion zum angesagten Thema, bei der einem wieder einmal die sprichwörtlichen Füße einzuschlafen drohten. Der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da war wieder einmal eine Nachhaltigkeits-Veranstaltung für den Bausektor gewesen, die in einem Ziegelgebäude stattfand und die auch von der Ziegelindustrie gesponsert war. Nachdem die netten Beispiele durch waren, die man sich gerne gefallen ließ, kam es zu der unvermeidlichen Diskussion zum angesagten Thema, bei der einem wieder einmal die sprichwörtlichen Füße einzuschlafen drohten. Der in englischer Sprache geführte Diskurs gewann immer genauso viel an Fahrt, wie ihn die vorgefertigten Meinungen der &#8220;allgemein anerkannten Podiumsgäste&#8221; brachten.</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit als kleinster gemeinsamer Nenner</strong></p>
<p>Weder war es aber am Moderator gelegen, noch am fremden Idiom, dass die Inhalte nicht zündeten. Der ins Spiel gebrachte Low-Tech-Ansatz aber auch das Gegenteil, der Smart-Building-Ansatz, konnten Podium und Publikum nicht so recht in Fahrt bringen. Die smarten Gebäude stellte der am Podium anwesende englische Architekt in der &#8220;ach-so-smarten&#8221; City Wien aber in Frage. Lob hatte er für den historisch anmutenden Veranstaltungssaal über, der althergebracht wie er ist, ohne großartige Gebäudetechnik auskommt. Ein deutscher Nachhaltigkeits-Bewertungsspezialist andererseits wäre nicht Spezialist, hätte er nicht gewusst, woran es insgesamt krankt. Der Umweg, den die Immobilienwirtschaft über die Werthaltigkeit gehen müsse, sei das Übel. Nicht als nachhaltig anerkannte Gebäude würden an Wert verlieren, während die Gebäude mit dem grünen Siegel als werthaltig angesehen werden &#8211; so die Beobachtung.</p>
<p><strong>Immobilienwirtschaft bewirtschaftet Immobilien</strong></p>
<p>Am Panel nicht teilgenommen hatten leider die Entscheidungsgewaltigen der Immobilienwirtschaft. Sie waren auch im Publikum nicht gesichtet worden und hatten vermutlich dringendere Termine. Bei solchen Terminen von Immobilienspezialisten werden Entscheidungen mit langfristigen Folgen getroffen. Wer damit auch nur am Rande zu tun hat, der weiß, dass dabei aber langfristig nur <i>eine</i> Denkart vorkommt, nämlich jene der Erträge (Revenues). Der angesprochene Wirtschaftszweig hat sich nun einmal die lohnende Errichtung und Vermarktung der Gebäude zur Aufgabe gemacht, denn so funktioniert sie schließlich die Kreislaufwirtschaft. Manch analytisch denkender Mensch möchte angesichts dessen die Lebenszykluskosten (Kosten des Gebäudebetriebs im Zyklus) auf Punkt und Beistrich ausrechnen und mit in die Kalkulation mit hinein nehmen. So lange die Verkaufstransaktionen mit Renditeabsichten einen schnelleren Kreislauf diktieren, wird sich da aber nichts Grundlegendes ändern. Umso schneller Immobilien mit Gewinn „gedreht“ werden, desto unbedeutender ist nämlich was danach mit Gebäuden geschieht („Economy stupid“).<span class="Apple-style-span"><br />
</span></p>
<p><strong>Gebäude mit Widerstandskraft</strong></p>
<p>Eine Studentin, die mit ihrer Diplomarbeit zum Thema des Abends einen Preis gewonnen hatte, gab dann so nebenbei ein neues interessantes Stichwort zum Weiterdenken und das hieß nicht <em>Sustainability</em> sondern <em>Durability</em> (Dauerhaftigkeit) und sie gab noch eines gleich drauf, das <em>Adaptability</em> (Anpassungsfähigkeit) hieß. Vielleicht müsste man der Vollständigkeit halber noch ein drittes, nämlich <em>Resilience</em>, hinzufügen. Darunter versteht man die Widerstandsfähigkeit eines Gebäudes gegenüber den sich wandelnden Ansprüchen. Das Veranstaltungsgebäude des Abends, die alte TU-Wien, dürfte einiges von all dem auf sich vereinen. Der mit Marmor getäfelte Saal produzierte zwar mächtig Widerhall und der Luster der mächtig von der Decke hängt, ließ sich kaum schalten, aber letztlich sind solche Gebäude in einer sich ständig wandelnden Welt noch so etwas wie verlässliche Konstanten an denen technischer Fortschritt sich nur in ganz, ganz langen Zyklen niederschlägt.</p>
<p><em>Kommentar &#8211; Peter Matzanetz</em></p>
<p><em> </em></p>
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