Bauernhaus-Radikalkur

Der Münchner Architekt Peter Haimerl ist hier mit folgender Strategie ans Werk gegangen. Im ehemaligen Wohnteil des Hauses, der weniger versehrt war, wollte er so viel Substanzerhalt wie möglich erhalten. Unter dem alles zusammenfassenden Dach mit seiner 45°-Neigung versteckt sich jetzt ein Betonwürfel, der aber um 45° gekippt auf der Kante steht. Was zunächst nach sinnloser formaler Spielerei klingt, entpuppt sich für das Innere des Gebäudes als großer Gewinn: Die Seitenflächen des Würfels erzeugen Lufträume, die als Lichtschacht für die eher dunklen Zimmer im unteren Stockwerk oder in der Gebäudemitte dienen und die damit das typische Tageslichtproblem alter Bauernhäuser lösen. Das und noch mehr schreibt Christian Schönwetter in der deutschen bauzeitung.

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